Storchenschutz im Kreis Hzgt. Lauenburg

Trotz aller Widrigkeiten 2017 zufriedenstellende Storchensaison

74 Jungstörche ausgeflogen

 

Für den Wappenvogel des NABU, den Weißstorch, kann das ablaufende Jahr entgegen des landesweiten Trends trotz der wetterbedingten Widrigkeiten als zufriedenstellende  Brutsaison bezeichnet werden. Die ersten Störche trafen am 18. Februar in Lanze und Nusse ein. Insgesamt gesehen kamen die Vögel zu sehr unterschiedlichen Zeiten aus ihren Winterquartieren zurück, die letzten erst Mitte Mai.

Neubesetzungen erfolgten in Sirksfelde, Labenz und Hollenbek bei Behlendorf. Der Schlupf der Jungen fiel in die Zeit mit den großen Regenmengen zusammen, so daß die Paare nicht erfolgreich waren. In Hornstorf und Kehrsen wurden die Nester nach wenigen Jahren wieder neu besetzt. Auf dem in Schulendorf neu aufgestellten Mast hielten sich den Sommer über immer Störche auf.

 

In Siebenbäumen brütete das Storchenpaar in diesem Jahr wieder auf dem Schornstein, sie konnten sich erfolgreich gegen Nilgänse durchsetzen.  

Glücklicherweise waren in diesem Jahr keine Fahrten nach Eekolt notwendig, es haben sich keine Tiere verletzt. In Sahms hat sich ein am Bein verletzter Altvogel erfolgreich an der Aufzucht seiner Jungen beteiligt.

Verluste von Altvögeln durch Kämpfe um die Besetzung der Nester sind nicht bekannt. In Kühsen hat es auch in diesem Jahr erbitterte Kämpfe um das Nest gegeben Über den Sommer standen aber immer wieder Störche auf dem Nest.

Allerdings sind, vor allem bedingt durch die vielen Regenfälle 26 Junge umgekommen.

In Kehrsen konnte die Ringnummer eines Storches auf dem Nest abgelesen werden., die eines zweiten auf einer Grünlandfläche in Marienwohlde.

 

Im Februar wurden einige Hilfsmaßnahmen durchgeführt. So erfolgten Neuaufsetzungen von Plattformen, Verkleinerungen und Reinigungen der Nester in Büchen Dorf, Lanze und Walksfelde. Diese Nester sind auch mit Füllmaterial für die neue Brutsaison ausgestattet worden. In Lütau konnte das Nest nicht angefahren werden, der Untergrund war zu feucht und in Lauenburg reichte die Leiterhöhe nicht, um eine Plattform auf den betreffenden Schornstein aufzusetzen.

 

Für den kommenden Winter sind bereits wieder mehrere Hilfsmaßnahmen eingeplant.

 

Von 166 bekannten Nestern, verteilt auf die gesamte Kreisfläche, wurden 55 von Störchen genutzt. In Anker, Gülzow, Kuddewörde, Panten und Nusse wurden je 4 Jungstörche aufgezogen; des weiteren jeweils 2x1-er, 9 x 2-er und 10 x 3-er Gelege. So brüteten sieben Paare weniger als im Vorjahr, so dass insgesamt 27 Brutpaare erfolgreich 74 (2016 - 75) Jungtiere aufzogen. Sechs Paare hatten keinen Bruterfolg.

 

Auch in diesem Jahr wurden erfolgreich Jungstörche im Tierpark Krüzen aufgezogen. Da die drei Jungen als fütterungsabhängig gezählt werden, sind sie in der o. g. Statistik nicht mitgezählt.

 

 

Die Storchenbetreuer des NABU Mölln bedanken sich für die Rücksendung der bei den Nestbesitzern verteilten Erfassungsbögen und freuen sich weiterhin über jegliche Meldungen aus dem Kreis Hzgt. Lauenburg zum Thema Weißstorch. Da der Weißstorch unter das Artenschutzrecht fällt, werden die auflaufenden Daten gesammelt und am Ende der Storchensaison an das Michael-Otto-Institut im NABU in Bergenhusen gemeldet, wo sie nicht nur schleswig-holstein-weit, sondern auch bundes- und sogar weltweit ausgewertet werden.

 

Der NABU Mölln bedankt sich auf diesem Wege ganz herzlich bei allen Storchennestbesitzern, bei Privatleuten, Firmen und Feuerwehren des Kreises. Ein ausdrücklicher Dank gilt der Firma Manske Baumaschinen, Breitenfelde, für ihre Unterstützung der Schutzbemühungen.

 

Nestreinigung in Anker
Nestreinigung in Anker
Reinigen und verkleinern des Nestes in Stubben
Reinigen und verkleinern des Nestes in Stubben
Aufsetzen eines Dachreiters in Wangelau
Aufsetzen eines Dachreiters in Wangelau
Bau von Nistunterlagen Foto: NABU/Borck
Bau von Nistunterlagen Foto: NABU/Borck

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